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Seit 33 Jahren stabilisiert „Grünspecht“ den Streuobstbau in Hohenlohe

Jüngere Mitglieder rücken in den Vereinsvorstand auf

Bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises regionaler Streuobstbau Hohenlohe-Franken (FÖS) e.V. wurde der fünfköpfige Vorstand neu gewählt: Hartmut Himmelein war 24 Jahre stellvertretender Vorsitzender und hat in dieser Funktion nach der Verabschiedung des Gründungsvorsitzenden Ulrich Hartlieb ab 2015 auch den kommissarischen Vorsitz übernommen. Mit Robert Schuler-Flock, Blaufelden, konnte 2022 ein neuer 1. Vorsitzender gewonnen und einstimmig gewählt werden.

Hansjörg Winter wurde zum 1. Stellvertreter und Sophia Philipp, Michelfeld, zur 2. Stellvertreterin des Vorsitzenden gewählt. Thorsten Voß (Kassenwart) und Hermann Schwarz (Schriftführer) behielten ihre Ämter. Viel Beifall erhielt die junge Sophia Philipp für ihren Mut, sich an führender Stelle in den Vorstand wählen zu lassen.

Auch der Geschäftsführer der Partnerfirma Hohenloher Fruchtsäfte SHA Peter Knopp ist nach dem Wegzug von Folker Brand neu dazugekommen. Zwar wurde er schon Ende 2020 eingestellt, aber wegen Corona konnte er sich erst 2022 den Mitgliedern vorstellen. Nach seinen Worten kann die Firma nur existieren, wenn sie genügend Erzeuger von Streuobst-Äpfeln und genügend Liebhaber von hochwertigen und regionalen Apfelsäften wie den „Grünspecht“ als Kunden halten kann. Ähnliche Initiativen wie „Hesselberger“ und „Taubertaler Streuobstwiesen e.V.“ ließen ihr Obst auch bei den Hohenloher Fruchtsäften (HFS) pressen. Solche Kooperationen seien hilfreich, weil sie gut in die Geschäftsphilosophie der HFS passten. Auch eine kontinuierliche Ergänzung der Produktpalette sei wichtig wie das erst 2022 auf den Markt gebrachte Apfel-Holunderblütenschorle. Ebenso wichtig sei die konsequente Vermarktung in Glasflaschen und Mehrwegkisten.

In den beiden zurückliegenden Jahren konnten mit gut 200 Tonnen zufriedenstellende Mengen an guten Mostäpfeln zu Grünspechtsaft verarbeitet werden. 2022 hätte es sogar eine Superernte werden können, wenn nicht so viele Äpfel wegen der langen Trockenheit vorzeitig abgefallen wären. Bemerkenswert ist, dass zwei Mitglieder jeweils über 14 Tonnen Äpfel abgeliefert haben. Der nach Menge gestaffelte Preis und vor allem der Aufpreis von 4,60 € je 100 kg zeigt, dass es sich lohnt, die Äpfel aufzulesen.

Hartmut Himmelein gab bekannt, dass die Mitgliederzahlen seit Jahren stabil bei etwa 200 lägen. Altersbedingte Verluste konnten durch neue, auch jüngere Mitglieder ausgeglichen werden. Er verlas die Namen der Mitglieder, die schon 30 Jahre bzw. 20 Jahre im Verein sind.

Hansjörg Winter berichtete, dass wieder knapp 40 Mitglieder ihre Baumpflegearbeiten vom Land fördern ließen und wieder jedes Jahr im November Jungbäume vom Verein verbilligt abgegeben wurden.